Statute

§ 1. Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

  1. Der Verein führt den Namen „Berufsverband für Tanz- und Ausdruckstherapie in Österreich“.
  2. Er hat den Sitz in Graz und erstreckt seine Tätigkeit auf ganz Österreich.
  3. Der Verein ist ein gemeinnütziger, nicht auf Gewinn ausgerichteter Fachverband.

§ 2. Zweck

Der Zweck des Vereins erstreckt sich in erster Linie auf folgende Tätigkeiten:

Die Entwicklung eines Berufsbildes auf wissenschaftlicher Grundlage mit dem Ziel der staatlichen Anerkennung des Fachberufes „Tanz- und Ausdruckstherapie“.

Die Erreichung gesetzlicher Grundlagen zum Schutz des Berufsbildes „Tanz- und Ausdruckstherapie“ und zum Schutz der Bezeichnung „Tanz- und Ausdrucktherapie“.

Die Erstellung und laufende Aktualisierung von Ausbildungsstandards.

Die Förderung des Erfahrungsaustausches unter den Mitgliedern.

Die Erfassung vorhandener sowie die Erschließung neuer Betätigungsfelder.

Die Förderung des Kontaktes und des Erfahrungsaustausches mit gleichartigen Verbänden und Interessensgruppen im In- und Ausland.

Information und Aufklärung der Öffentlichkeit

Die Förderung der beruflichen Weiterbildung und Supervision von Tanz- und AusdruckstherapeutInnen.

Die Förderung der Forschung und wissenschaftlichen Tätigkeit auf dem Gebiet der Tanz- und Ausdruckstherapie.

§ 3. Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks

  1. Als ideelle Mittel dienen Vorträge, Versammlungen, Arbeitskreise, Erweitern und Verwalten einer Fachbibliothek, Veranstaltungen von Tagungen und Fortbildungsseminaren.
  2. Die erforderlichen materiellen Mittel sollen durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Subventionen öffentlich rechtlicher Körperschaften und Erträgnissen aus Veranstaltungen aufgebracht werden.

§ 4. Arten der Mitgliedschaft

  1. Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in ordentliche, außerordentliche, fördernde, kollektive und Ehrenmitglieder.
  2. Ordentliche Mitglieder sind TanztherapeutInnen, die den Anforderungen des Aufnahmereglements genügen. Sie haben das aktive und passive Wahlrecht und volles Stimmrecht.
  3. Außerordentliche Mitglieder sind in Ausbildung stehende TanztherapeutInnen. Sie haben weder aktives noch passives Stimmrecht.
  4. Fördernde Mitglieder sind an der Tanz- und Ausdrucktherapie und an Zielen des Vereins interessierte Einzelpersonen, oder Personen, die die Tätigkeiten des Vereins mit finanziellen Mitteln unterstützen. Fördernde Mitglieder sind nicht stimm- oder wahlberechtigt.
  5. Kollektive Mitglieder sind an den Zielen des Vereins interessierte Vereine und Verbände. Sie haben das Recht, in die Generalversammlung jeweils zwei Beobachter zu schicken.
  6. Ehrenmitglieder sind Personen, die hierzu wegen besonderer Verdienste um den Verein nach Vorschlag des Vorstandes von der Generalversammlung ernannt werden.

§ 5. Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Mitglieder des Vereins können alle Personen werden, die den Aufnahmebedingungen entsprechen. Die Aufnahme erfolgt durch schriftliche Anmeldung beim Vereinsvorstand. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand mit einfacher Mehrheit. Kollektive Mitgliedschaft wird mit einfacher Mehrheit vom Vorstand beschlossen.
  2. Ordentliche Mitglieder können alle TanztherapeutInnen aus dem In- und Ausland werden.
  3. Außerordentliche Mitglieder können in Ausbildung zur Tanz- und Ausdrucktherapie stehende Personen werden.

§ 6. Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod, freiwilligen Austritt, Streichung oder durch Ausschluss.
  2. Der Austritt kann nur am 31. Dezember jeden Jahres mittels eingeschriebenem Brief erfolgen. Er muss dem Vorstand mindestens einen Monat vorher mitgeteilt werden. Erfolgt die Anzeige verspätet, so ist sie erst zum nächsten Austrittstermin wirksam.
  3. Die Streichung eines Mitglieds kann der Vorstand vornehmen, wenn dieses trotz dreimaliger Mahnung länger als drei Monate mit der Zahlung des Mitgliedsbeitrages im Rückstand ist. Die Verpflichtung zur Zahlung des Mitgliedsbeitrages bleibt hiervon unberührt.
  4. Der Ausschluss eines Mitgliedes vom Verein kann vom Vorstand wegen grober Verletzung der Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens mit absoluter Mehrheit verfügt werden. Gegen den Ausschluss ist die Berufung an die Generalversammlung zulässig, bis zu deren Entscheidung die Mitgliedsrechte ruhen.

§ 7: Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen und die Einrichtungen des Vereins zu beanspruchen.
    Das Stimmrecht bei der Generalversammlung sowie das aktive und passive Wahlrecht stehen nur den ordentlichen Mitgliedern zu.
  2. Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interesse des Vereins nach Kräften zu fördern du alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins Abbruch erleiden könnten. Sie haben die Statuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten. Die ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder sind zur pünktlichen Zahlung der Mitgliedsbeiträge in der von der Generalversammlung jährlich beschlossenen Höhe verpflichtet.

§ 8.  Die Generalversammlung

  1. Die ordentliche Generalversammlung findet einmal jährlich statt.
  2. Eine außerordentliche Generalversammlung hat auf Beschluss des Vorstandes oder der ordentlichen Generalversammlung oder auf schriftlich begründeten Antrag von mindesten einem  Zehntel der Mitglieder oder auf Verlangen der Rechnungsprüfer binnen sechs Wochen  stattzufinden.
  3. Sowohl zu den ordentlichen wie zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle Mitglieder mindestens vier Wochen vor dem Termin schriftlich einzuladen. Die Anberaumung der Generalversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand.
  4. Anträge zur Generalversammlung sind mindestens 14 Tage vor dem Termin der Generalversammlung dem Vorstand schriftlich einzureichen.
  5. Gültige Beschlüsse – ausgenommen solche über Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen GV – können nur zur vorläufigen Tagesordnung gefasst werden.
  6. Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt. Das Stimmrecht kann durch schriftliche Vollmacht auf andere Personen übertragen werden. Dabei kann jeweils eine Person nur eine andere vertreten.
  7. Die Generalversammlung ist bei Anwesenheit der Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder bzw. ihrer Vertreter beschlussfähig. Ist die Generalversammlung zur festgesetzten Zeit nicht beschlussfähig, so findet die Generalversammlung 30 Minuten später mit derselben Tagesordnung statt und ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen beschlussfähig.
  8. Die Wahlen und Beschlüsse in der Generalversammlung erfolgen in der Regel mit einfacher Stimmenmehrheit. Beschlüsse, durch die das Statut des Vereins geändert oder der Verein aufgelöst werden soll, bedürfen jedoch einer qualifizierten Mehrheit von 2/3 der abgegebenen Stimmen.
  9. Den Vorsitz in der Generalversammlung führt die Vorsitzende, in deren Verhinderung ihre Stellvertreterin. Wenn auch diese verhindert ist, so führt das an Jahren älteste Mitglied, das anwesend ist, den Vorsitz.

§ 9.  Aufgaben der Generalversammlung

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:

  1. Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses.
  2. Beschlussfassung über den Voranschlag
  3. Bestellung und Enthebung der Mitglieder des Vorstandes und der Rechnungsprüfer
  4. Verleihung und Aberkennung der Mitgliedschaft
  5. Entscheidung über Berufungen gegen Ausschlüsse von der Mitgliedschaft
  6. Beschlussfassung über Statutenänderungen und Ausbildungsstandards
  7. Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins
  8. Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Fragen.

§ 10. Der Vorstand

  1. der Vorstand besteht aus mindestens 3 Mitgliedern – Der Vorsitzenden, der Schriftführerin und der Kassiererin – und höchstens sechs Mitgliedern.
  2. Der Vorstand, der von der Generalversammlung gewählt wird, hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitglieds das Recht, an seine Stelle eine anderes wählbares Mitglied zu kooptieren, wozu die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist.
  3. Die Funktionsdauer des Vorstandes beträgt 2 Jahre, auf jeden Fall währt sie bis zur Wahl eines neuen Vorstandes. Ausgeschiedene Vorstandmitglieder sind wieder wählbar.
  4. Der Vorstand wird von der Vorsitzenden, in deren Verhinderung von ihrer Stellvertreterin schriftlich oder mündlich einberufen.
  5. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte anwesend ist.
  6. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit: bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der Vorsitzenden.
  7. Den Vorsitz führt die Vorsitzende, bei Verhinderung ihre Stellvertreterin.
  8. Ist auch diese verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten Vorstandmitglied.
  9. Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne Mitglieder entheben.
  10. Die Vorstandmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung ist an den Vorstand, im Falle des Rücktritts des gesamten Vorstandes an die Generalversammlung zu richten. Der Rücktritt wird erst durch die Wahl bzw. Kooptierung (Abs.2) eines Nachfolgers wirksam.

§ 11.  Aufgabenkreis des Vorstandes

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereins. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinen Wirkungskreis fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:

  1. Erstellen des Jahresvoranschlages, sowie Abfassung des Rechenschaftsberichts und des Rechnungsabschlusses.
  2. Vorbereitung der Generalversammlung
  3. Einberufung der ordentlichen und der außerordentlichen Generalversammlungen
  4. Information der Mitglieder über Tätigkeiten und finanzielle Gebarung des Vereins in den Generalversammlungen
  5. Verwaltung des Vereinsvermögens
  6. Aufnahme, Ausschluss und Streichung von Vereinsmitgliedern
  7. Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereins.
  8. Erstellung und Aktualisierung der Ausbildungsstandards

§ 12.  Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder

  1. Der Vorsitzenden obliegt die Vertretung des Vereins nach außen, genüber Behörden und dritten Personen. Sie führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand.
  2. Die Schriftführerin hat die Vorsitzende bei der Führung der Vereinsgeschäfte zu unterstützen. Ihr obliegt die Führung der Protokolle bei der Generalversammlung und im Vorstand.
  3. Die Kassierin ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereines verantwortlich.
  4. Schriftliche Änderungen und Bekanntmachungen des Vereins, insbesondere den Verein verpflichtende Urkunden sind von er Vorsitzenden und von der Schriftführerin, sofern sie jedoch Geldangelegenheiten betreffen, von der Vorsitzenden und der Kassierin zu gemeinsam zu unterfertigen.
  5. Im Falle der Verhinderung treten an die Stelle der Vorsitzenden und der Schriftführerin ihre Stellvertreterinnen.

§ 13. Die Rechnungsprüfer

  1. Die zwei Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Eine Wiederwahl ist möglich.
  2. Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle und die Überprüfung des Rechnungsabschlusses. Sie haben der Generalversammlung über das Ergebnis der Überprüfung zu berichten.
  3. Im übrigen gelten für die Rechnungsprüfer die Bestimmungen des § 11 Abs. 3, 8, 9 und 10 sinngemäß.

§ 14. Schiedgericht

  1. In allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten entscheidet das Schiedsgericht.
  2. Das Schiedsgericht setzt sich aus fünf ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass jeder Streitteil innerhalb von 14 Tagen dem Vorstand zwei Mitglieder als Schiedsrichter namhaft macht. Diese wählen mit Stimmenmehrheit einen Vorsitzenden des Schiedsgerichtes. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los.
  3. Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidungen bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind endgültig.

§ 15. Auflösung des Vereins

  1. Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen beschlossen werden.
  2. Der letzte Vereinsvorstand hat die freiwillige Auflösung der Vereinsbehörde schriftlich anzuzeigen und ist verpflichtet, die freiwillige Auflösung in einem amtlichen Blatt zu verlautbaren.
  3. Gibt es vorhandenes Vereinsvermögen, so hat der Vorstand so zu entscheiden, dass dieses entweder Wissenschaft und Volksbildung oder sozial in Notlage befindlichen TanztherapeutInnen zukommt.