Phänomenologische Ansätze in der Tanztherapie Von der Erfahrung zur Beschreibung zur Begegnung im intersubjektiven Raum

Ulla Schorn

Ursula Schorn

Phänomenologisch ausgerichtete Tanztherapie beginnt mit der Wahrnehmung im „Hier und Jetzt“.  Gegenwärtigkeit zu erreichen bedeutet, vom Denken ins Spüren zu komm. Gespürtes findet Ausdruck in der Bewegung, hinterlässt Spuren im Raum, die im Malen sichtbar werden. In der Verbindung mit dem anderen, der gegenseitigen Zeugenschaft von Bewegungsübertragungen öffnen und weiten sich Erfahrungsräume, die einen Blick aus neuer Perspektive ermöglichen.

Selbstbilder  verwandeln sich und ermöglichen ein Sich-selbst-verstehen aus neuer Perspektive.  Ausdrucksphänomene für sich sprechen zu lassen, sich ihnen ohne Vorurteile, frei von Deutungen und Interpretationen zu nähern, ist kennzeichnend für einen phänomenologisch ausgerichteten Weg, der verborgene kreative Potentiale lebendig werden lässt und zum Ursprung von neu gewonnener Lebensfreude führt.