Freude im Zwangskontext? Tanztherapie in der forensischen Rehabilitation

Melanie Noehmer

Melanie Nöhmer

Die forensische Psychiatrie hat in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Zurückzuführen ist dies auf die in Österreich seit 1990 laufend ansteigende Zahl behandlungsbedürftiger Personen mit psychischen Erkrankungen, die aufgrund genau dieser gegen geltendes Recht verstoßen haben.

Der Workshop fokussiert sich auf die tanz- und bewegungstherapeutische Behandlung im Rahmen des “Zwangskontextes”. Vor allem soll er der Frage nachgehen, welche tanz- und bewegungstherapeutischen Interventionstechniken die Möglichkeit schaffen können  - unter den Rahmenbedingungen der “Unfreiwilligkeit” aufgrund auferlegter Bewährungsauflagen - positive Gefühle, im Speziellen das Gefühl der “Freude”, als Ressource zu entdecken, zu erleben und zu stärken.

Die TeilnehmerInnen des Workshops erwartet ein Einblick in die forensische Psychiatrie und mögliche tanz- und bewegungstherapeutische Interventionsmöglichkeiten – theoretisch und auch praktisch. Zur Veranschaulichung werden einzelne Fallvignetten vorgestellt.

Melanie Nöhmer (Salzburg), Tanztherapeutin, Klinische - und Gesundheitspsychologin; Fortbildungen im Bereich der forensischen und allgemeinen Psychiatrie sowie in der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Seit 2006 Mitarbeiterin der pro mente plus GmbH Salzburg. Neben der therapeutischen Arbeit im psychiatrischen Erwachsenensektor auch  laufend tanzpädagogische Arbeit mit Kindern und Erwachsenen.