Zwischen „Let it be“ und „I'm a pit-bull“ Kontraste in der Tanztherapie

Jablonka

Ingrid Jablonka

Freude können wir weder planen noch erzwingen. Sie entsteht jedoch fast immer spontan im Tanz. Meistens müssen die unterschwelligen Gefühle erst zum Ausdruck gebracht werden, bevor die Freude Platz findet.

Die Tanztherapie nach Marian Chace bietet viele Gelegenheiten, Freude zu erfahren: durch freie Improvisation, den gemeinsamen Rhythmus, die Arbeit mit der Stimme, die Polarität in der Bewegung, Assoziationen und die Kommunikation unter den Teilnehmern. Text und Melodie der Musikstücke helfen den Patienten, unterdrückte Emotionen zu wecken und zu transportieren, damit anschließend freudvolle Stimmungen und Bilder wahrnehmbar werden.

Eine wichtige Rolle spielen auch die Übertreibungen, wie in dem Stück „Let me wheep forever wheep“, die dann in „Jailhouse Rock“ ihre Entladung finden. Ich freue mich darauf, auch Beispiele aus meiner Arbeit in der Psychiatrie in gemeinsam getanzten Sequenzen spürbar zu machen.

Ingrid Jablonka (Oberammergau/DEU), Geb. in den Niederlanden; Tanztherapeutin R-DMT und ADTA (American Dance Therapy Association); Schülerin von Miriam Roskin Berger und Judith Bunney; Arbeit mit Kinder und Jugendlichen in Sondereinrichtungen und mit Erwachsenen in einem psychiatrischen Krisenzentrum in München; seit 2004 in der Psychiatrie in Garmisch Partenkirchen tätig: Tanztherapeutische Krisenintervention, Langzeit und Ambulanz.